Königin Luise von Preußen - Kunsthandel - Antiquitäten - Berlin

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Königin Luise von Preußen

Objekte
Eine feine Skulptur
Luise – Kronprinzessin von Preussen
"Königin der Herzen"
Nach einem verkleinertem Modell von 1795 von dem Hofbildbauer Johann Gottlieb Schadow.
Anfang 19. Jahrhundert.
Bronze, gegossen und ziseliert.
Höhe mit Sockel: 26 cm, Höhe ohne Sockel: 17 cm.

Lit.: Eckardt, Johann Gottfried Schadow 1764 - 1850, Leipzig 1990, Seite 62.

Lit.: Krenzlin, Johann Gottfried Schadow, Berlin 1990, S. 138, Abb. 198.



Der Mythos Luise
Wie entstand er und wie er sich im historischen Kontext verändert hat.

Schönheitsideal in der Tradition Winkelmanns:
Ein an der Antike orientiertes ästhetisches Ideal. „Das Ideal der weiblichen Schönheit wird seit der Antike durch die Schönheitsgötting Aphrodite verkörpert, die in idealer Nackheit dem Meeresschaum entsteigt. Begleitet wird sie von den drei Grazien Aglaia (Glanz), Euphrosyne (Frohsinn) und Thalia (blühendes Glück), die der Idealgöttin Anmut verleihen“.

Werk: „Gedanken über die Nachahmung der griech. Werke in der Malerei und Bildhauerkunst – 1755“.

Schönheitsideal im Klassizismus:
Schiller: kunstästhetische Schrift: „Anmut und Würde“. Anmut kommt als zufällige Bewegung zu der von der Natur gegebenen Schönheit dazu. Das heißt, daß die Anmut in der beweglichen Schönheit zum Ausdruck kommt. Anmut ist demnach eine unbewußte Bewegung, die die natürliche Schönheit unterstreicht bzw. erst richtig zum Ausdruck kommen läßt. Es sind Bewegungen, die nicht bewußt geübt werden können.
Also hat sich die Darstellungsweise geändert.
Zu friederizianischer Zeit wurden königliche Personen noch in gekünselter Pose, als stilisiertes Ideal dargestellt.
Im Klassizismus war das Ideal die Darstellung der Anmut „nach der Natur“.
Schiller definiert über die Anmut darüberhinaus auch noch den ethischen Charakter einer Person, d. h. je anmutiger sich eine Person bewegt, desto sittlicher ist sie.


Man weiß aus Überlieferungen, wie Luise auf ihre Umgebung gewirkt hat:

16 jährig:
Gertenschlanke Figur, um sie ist Heiterkeit und quirlige Lebendigkeit.
Lebhaftes Mienenspiel, das Zeit ihres Lebens jeden ihrer Gesprächspartner fesselt.

Das erste,was an ihr auffällt, ist ihre hochgewachsene, fast überschlanke Gestalt, ihre blühende Gesichtsfarbe, die, wie es heißt, „einer Rose gleicht“. Es ist ein zartes, ein mädchenhaftes Geischt. Die große braunen Augen scheinen verträumt. Der Mund ist fein geschwungen und birgt in seinen Winkeln einen Hauch von Kindlichkeit. Gerahmt ist das Gesicht von natürlich gelocktem, in Stirn und Schläfen fallendem Haar. De Schultern sind schmal. Die Haut ist weiß und makellos. Was beeindruckt, sind die Beweungen ihrer Hände.

Alles an ihr ist prallvoll von Leben, gesteuer, ob bewußt oder unbewußt, von einem Übermut, der in ihrer Natur steckt. Sie geht mit einer bei Fürstenkindern kaum gekannten Offenheit auf Menschen zu. Ihr gelings es, ausgelassen zu sein, ohne von ihrere Würde einzubüßen. Sie hat Spaß daran, daß sie gefällt, daß man ihre Nähe sucht. Sie widersrpcht gern, um diesen Wiedersrpuch danach lachen und mit Witz auszugleichen. Ein frühe Meisterin des Gesprächs, des Wechselspiels zwischen Ernshaftigkeit und Scherz.


Sie verkörpert also das Schönheitsideal des Klassizismus.

Schadow ist diesem ästhetischen Ideal verpflichtete, das sich von dem antiken Bildverständis unterscheidet. Er hebt selber hervor, daß die Darstellung „der Anmut und der Grazie, (die Verbindung von Ideal und Natur in der bildenen Kunst), die höchste Stufe der Kunst sei und man dies den geheimnisvollen Teil der Kunst nennen möchte, da sich solcher nicht lehren läßt“.

 
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