Krause - Creussen, Ende 16. Jahrhundert - Kunsthandel - Antiquitäten - Berlin

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Krause - Creussen, Ende 16. Jahrhundert

Objekte
Beutelflasche (Krause)
Creussen, Ende 16. Jahrhundert.
Werkstatt des Hafners Thomas Eyll, zugeschrieben.
Eyll wird wiederholt zwischen 1580 und 1608 in den Büchern der Stadt Creussen aufgeführt.
Dunkelroter Ton, dunkelbraune, durch schwarzes Salz erzeugte, mittels dürren Föhrenholzes, in 24- Stundenbrand erzeugte Glasur.
Kaltbemalung, Reste von Kaltvergoldung, Zinnringe.
Höhe: 18,9 cm, Breite: 17 cm, Tiefe: 13,2 cm.
Rundes, balusterförmiges Gefäß auf abgeflachtem Boden. Der kurze, schmale Hals erweitert sich konkav und ist vielfach eingeschnürt. Zwei Ringe sind vertikal dicht gerippt. Schmale, konkav eingezogene Mündung mit profiliertem Rand. Gefäß seitlich mit zwei großen, plastischen, hochovalen Löwenmedaillons, die im Maul einen beweglichen Zinnring halten. Eine Seite des Gefäßes mit einem auf einem Fass sitzenden Bacchus bemalt, der in den erhobenen Armen ein fassförmiges Noppenglas bzw. eine rhombenförmige Flasche hält. In der Haarkrone eine siebenteiliges Rosette im Relief. Gegenseite mit zwei nebeneinander liegenden Wappen über einer sich kreuzenden Blattranke, bekrönt von einer Rosette (wie Vorderseite) in Schleifenbandrahmung mit Blütenstauden.
Linkes Wappen: Schwert schräg von links unten, gekreuzt von Palmwedel rechts unten, auf rotem Grund. Darüber monogrammiert: „M-L-K“.
Rechtes Wappen: nach halblinks gerichtetes Hüftbildnis eines Hut tragenden Mannes mit Pike über der Schulter, auf weißem Grund. Darüber monogrammiert: „A-G-R“.
Die Maskarons mit Resten von Kaltvergoldung.
Gefäß mit repariertem Sprung.

Es sind drei vergleichbare Beutelflaschen bekannt.
I.    Flasche mit drei Wappen (Graf von Hennebeg), datiert: „1579“ (Sammlung Figdor)
II.  Bacchus mit Weinglas, datiert: „1607“ (Burg Kreuzenstein)
III. Kreuzigung, Wappen des Abres von Hersfeld, datiert: „1580“ (Nationalmuseum München).

Literatur: Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln, Steinzeug, Köln 1976, Text Seite 54 – 57, Kat. Nr. 795 Seite 400 (Becher, Ende 16. Jh.).


 
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