Talerplatte - Kunsthandel - Antiquitäten - Berlin

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Talerplatte

Objekte
Schweden
Vier Taler als Kupferplatte, datiert: „1729“.
Regierungszeit: Friedrich v. Hessen-Kassel 1720 – 1751.
Kupfer gegossen, geschlagen und fünffach geprägt sowie mit alter Patina.
26,75 cm x 22,45 cm.
Gewicht: 2870g.
Im Zentrum große Rundprägung: „4/Daler SILF MINT“, Perlfriesrahmung.
In den vier Zwickeln je ein Rundstempel: „Krone/FRS/1729“, Perlfriesrahmung.
(FRS = Friedrich Rex Schweden).

Lit. zum Vergleich: Rosenström, Gammal Koppar, Falköping 1969, S. 9, Abbildung einer kupfernen 10 daler Platte von 1644.
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Schweden verfügt über reiche Vorkommen an Kupfer, die bereits seit dem Mittelalter abgebaut werden. Deshalb spielte Kupfergeld im schwedischen Binnenhandel auch stets eine wichtige Rolle. Königin Christine hatte den Einfall, Kupfermünzen, deren Metallwert ihrem Nennwert entsprach, in Talerwerten auszugeben. Diese Plattenmünze wiegt rund 650 Gramm, was einem Silbertaler entsprach.

Die Prägung solch riesiger Kupferplattenmünzen war viel billiger, als die entsprechende Geldmenge in Form von Örestücken herauszugeben. Ausserdem waren diese Bronzeplatten für den Export geeignet. In Schweden selber dienten die Plattenmünzen dazu, grössere Geschäfte im Binnenhandel zu tätigen, denn Silbermünzen wurden hier in erster Linie für den Fernhandel ausgegeben.

Die Plattenmünzen waren im täglichen Umgang natürlich sehr unhandlich, obwohl meist kleinere Werte bis zu einem Taler ausgegeben wurden. Es ist deshalb nicht erstaunlich, dass in Schweden schon früh (1661) das Papiergeld eingeführt wurde.
 
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